eurocom veröffentlicht Positionspapier zur drohenden Unterversorgung während der COVID-19-Pandemie
Das Gebot der Stunde ist es, eine verantwortungsvolle Balance zwischen der Bewältigung der COVID-19-Pandemie und der Aufrechterhaltung medizinisch notwendiger Versorgungsstrukturen zu finden. Die massiven und weiter steigenden Umsatzeinbrüche bei den in der eurocom vertretenen Hilfsmittelherstellern sind alarmierend. Sie geben Anlass zur Sorge, dass aktuell erhebliche Lücken bei der Versorgung mit dringend benötigten Hilfsmitteln bestehen. Oda Hagemeier, Geschäftsführerin eurocom e. V., erklärt: „Die Patientenversorgung mit Hilfsmitteln zur Kompressionstherapie und orthopädischen Hilfsmitteln muss jetzt sichergestellt, der Wiedereinstieg in die Regelversorgung gewährleistet sein.
Denn gerade Risikogruppen droht in der jetzigen Ausnahmesituation eine Unterversorgung. Diese gilt es dringend abzuwenden.“
Deshalb fordert eurocom: 1. Patientinnen und Patienten müssen ermutigt und für die Folgen einer Unterversorgung sensibilisiert werden. 2. Ambulante Behandlungen müssen flächendeckend wieder aufgenommen und niedergelassene Ärzte gehört werden. 3. Stationäre Versorgung darf nicht einseitig priorisiert, Krankenhauskapazitäten müssen auch für elektive Eingriffe geöffnet werden.
Betroffen ist ein Großteil der Bevölkerung in Deutschland
Zu den Risikogruppen zählen ältere, teils multimorbide Patientinnen und Patienten sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen und Menschen mit Behinderung. Aus Furcht vor Ansteckung meiden sie Arztbesuche und riskieren damit eine Verschleppung und Verschlimmerung ihrer Krankheit. Rund 22 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Gefäßkrankheiten, 33 Millionen an Erkrankungen des Bewegungsapparates. „Sie sind auf die frühzeitige und konsequente Therapie mit Hilfsmitteln zur Kompressionstherapie und orthopädischen Hilfsmitteln dringend angewiesen. Unbehandelt können sich Schmerzen chronifizieren und schwere Folgeschäden entstehen,“ so Hagemeier. Um nur einige zu nennen: Thrombose, Ulcus Cruris (das sogenannte offene Bein), Diabetisches Fußsyndrom, Verlust der Gliedmaßen, Bandscheibenvorfall. Auch in der Krebstherapie benötigen Patientinnen und Patienten im Fall eines Lymphödems eine entstauende Kompressionstherapie. Es droht, dass aus ambulant behandelbaren stationäre Fälle werden – und Krankenhäuser zusätzlich belastet. Aus beherrschbaren Beschwerden werden Leiden, die die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränken, ihre Teilhabe am Alltag und ihre Arbeitsfähigkeit verhindern oder sogar ihre Lebenserwartung verkürzen.
Das eurocom-Positionspapier „Neue Normalität“ jetzt! ist veröffentlicht unter www.eurocom-info.de/Über uns/Positionspapiere.
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